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MBQ RAWDas Referat für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München unterstützt im Rahmen des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms MBQ die Social Sense. Die Mittel kommen aus dem Bereich " Zweiter Arbeitsmarkt, Soziale Betriebe" und sichern das Beschäftigungsprojekt bis Ende 2015.
Frauen in schwierigen Lebenslagen mit erhöhtem Förderbedarf, benachteiligten Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sowie Langzeitarbeitslosen mit ALG II Bezug, die sich für eine AGH-Stelle („1-Euro-Job“) in unseren Integrationsbetrieben interessieren, kommt das zugute. Sie werden vorrangig im kinderkram-Laden eingesetzt und so wieder an eine geregelte Arbeit herangeführt.
Geschäftsführung3Zum 31. August verlässt die Geschäftsführerin Dr. Karin E. Müller (l.) die Social Sense und den Sozialdienst katholischer Frauen e.V. München. Sie blickt zufrieden auf ihre Zeit zurück: „Für mich gehen intensive und schöne Jahre hier zu Ende." Die Sozialpädagogin und promovierte Philosophin begann 1986 ihren Dienst bei der Caritas und wechselte im Jahr 2002 zum SkF München. Während ihrer Zeit als Geschäftsführerin fand eine Neuausrichtung der Struktur des SkF statt, Müller gründete 2006 die Impuls-Stiftung und die SkF-Tochtergesellschaft Social Sense. Vor zwei Jahren erhielt sie einen Ruf als Professorin für Sozialwirtschaft an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Landshut.
Nachfolgerin beim SkF und der Social Sense wird Elke Prumbach (r.), die seit 2011 stellvertretende Geschäftsführerin ist. Die 55-Jährige ist bereits seit 1999 beim SkF. Als Diplom-Sozialpädagogin leitete sie verschiedene Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, 2008 übernahm sie die Leitung der Straffälligenhilfe. Als stellvertretende Geschäftsführerin verantwortete sie die Bereiche Kinder- und Jugendhilfe und den Mutter-Kind Bereich.

BeschäftigungSeit gut zwei Jahren gibt es das Beschäftigungsprojekt der Social Sense, das Praktika und AGH-Stellen an arbeitswillige Frauen vergibt, die aus unterschiedlichsten Gründen nur eingeschränkt leistungsfähig sind. Seither haben sich 161 Mädchen und Frauen für ein Praktikum beworben, 99 haben es auch absolviert. Unter ihnen finden sich Klientinnen aus sozialen Einrichtungen und Fachdiensten wie dem SkF, Schülerinnen aus Förderschulen sowie Langzeitarbeitslose, die durch die Arbeitsagentur vermittelt werden. Allen gemeinsam ist, dass sie arbeiten wollen, aber aus unterschiedlichsten Gründen einen geschützten Rahmen brauchen, indem sie sich und ihre Fähigkeiten erproben können. Der Bedarf ist da, wird sogar größer: Bereits im ersten Halbjahr 2014 arbeiteten genauso viele Praktikantinnen bei der Social Sense wie im gesamten letzten Jahr. Aus den Protokollen, die zum Abschluss des Praktikums erstellt werden, kann man ablesen, dass nahezu alle Frauen gestärkt und zuversichtlich auf weitere Arbeitssuche gehen.
„Unser Ziel ist es, den Leuten, die arbeiten wollen, eine Chance zu geben das Arbeiten wieder zu lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und erste Erfolgserlebnisse zu sammeln. Wir nehmen die Menschen so wie sie sind, das heißt, jeder kann bei uns so viel und so lange arbeiten, wie er kann“, berichtet Maria Hodes, Koordinatorin des Projekts. Viele der Frauen sind aufgrund von Krankheit, Unfall und anderer Schicksalsschläge aus dem Arbeitsleben „herausgefallen“. Sie trauen es sich oft gar nicht mehr zu, einer wie auch immer gearteten Arbeit gewachsen zu sein. Daher ist es wichtig, sie mit Geduld, Nachsicht und individueller Anleitung wieder an eine Aufgabe heranzuführen, um das Selbstvertrauen wieder herzustellen – eine Aufgabe, die ein normaler Betrieb nicht leisten könnte.

Das Pilotprojekt wird bisher vor allem vom erzbischöflichen Ordinariat der Diözese München-Freising und über Spenden finanziert. Eine Weiterfinanzierung wäre wünschenswert.

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