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Die gemeinnützige GmbH Social Sense (SSG), die Tochtergesellschaft des SkF, gibt es seit 2006. Zu den Integrationsbetrieben zählen die Wäscherei „picobella“, das Catering „Gaumen Freunde“ und der Second-Hand-Laden „kinderkram“.

„Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir leider einen Teilbereich der Gaumen Freunde zum 1. Dezember schließen“, sagt Elke Prumbach, Geschäftsführerin der Social Sense. Die Großküche und die Suppenbar in Thalkirchen wird es deshalb zukünftig nicht mehr geben. „Als Integrationsbetrieb ist es gerade im Bereich Catering schwer, mit anderen Anbietern mithalten zu können“, sagt Prumbach.

Allerdings wird ein Teil der Gaumen Freunde weiter bestehen, und auch einige Mitarbeiter*innen können übernommen werden. Seit April 2016 verantwortet die Social Sense das Bistro im Erzbischöflichen Ordinariat. Dort wird der Integrationsbetrieb Gaumen Freunde auch weiterhin für die 400 Angestellten kochen. „Den Verantwortlichen des Ordinariats ist es wichtig, dass ein Integrationsbetrieb das Bistro führt. Und wir freuen uns, Arbeitsplätze für Schwerbehinderte erhalten zu können“, sagt Elke Prumbach.
Abschlussklasse 2016 Var2Mit senegalesischen Trommeln, Gesang und Tanz wurden die sieben letzten Auszubildenden der Social Sense verabschiedet. Alle haben ihren Abschluss als "Dienstleistungshelferin Hauswirtschaft" erfolgreich hinter sich gebracht und das mit mehrheitlich sehr guten Ergebnissen. Mit ihnen geht eine Ära zu Ende: 47 Jahre lang wurden in Thalkirchen Mädchen mit Vermittlungs-hemmnissen ausgebildet. Jetzt verlassen auch die Ausbilderinnen ihre Wirkungsstätte und starten in eine neue berufliche Zukunft. Alles Gute!

"Fast wie im richigen Leben"

KuechePrüfungsvorbereitung mal anders: Mit tatkräftiger Unterstützung von Ehrenamtlichen haben die Auszubildenden  der Social Sense schon vor ihrem Abschluss die Prüfungssituation einmal durchgespielt.  Die Ehrenamtlichen schlüpften dabei in die Rolle der Prüfer, schauten streng, stellten Fragen, schrieben mit und beobachteten. Im Anschluss führten sie dann mit den Prüflingen ein Feedbackgespräch, in dem jeder Auszubildenden rückgemeldet wurde,  was gut und was evtl. noch verbesserungswürdig ist. "Unsere Azubis haben jetzt eine Art Generalprobe absolviert und haben vor der echten Prüfungssituation  nicht mehr so viel Angst. Sie wissen jetzt, was auf sie zukommt. Und das macht die Nervosität schon mal erheblich kleiner," freut sich Stefanie Wengel, Projektleitung der  hauswirtschaftilchen Ausbildung.
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