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SSG Projekte10Zum 30.11. wurde das Mentoring-Projekt beendet. Trotz intensiver Arbeit und laufenden Anpassungen des Konzepts ist es nicht in ausreichendem Maße gelungen, die Idee des Mentorings für leistungseingeschränkte Menschen bzw. Langzeitarbeitslose in Unternehmen zu etablieren. Schwierig gestaltete sich das Matching zwischen den Anforderungen der Unternehmen und der Möglichkeiten der Mentees. Mangel an Zeit und an genügend Mitarbeitern war ein häufig genannter Grund für die 163 kontaktierten Unternehmen, weshalb sie sich nicht auf die angebotenen Mentorenschulungen einlassen wollten. Erst als die Mitarbeiterinnen der Social Sense selbst die Aufgaben des Mentors übernommen hatten, konnten zwei Mentees binnen kürzester Zeit mit ihrer Unterstützung eine Arbeit finden. Für den Europäischen Sozialfonds(ESF) und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, die dankenswerterweise das Projekt weitgehend finanziell ermöglicht hatten, kam das zu spät.

„Wir bedauern das vorzeitige Projektende, sind aber weiterhin von der Idee, der Notwendigkeit und dem Bedarf des Mentorings überzeugt“, so Projektleiterin Stefanie Wengel. „Heutzutage haben es ´Menschen mit Lebenslauf´ in unserer Leistungsgesellschaft sehr schwer, ihre Stärken wieder zu wecken und einzusetzen. Gleichzeitig produziert ebendiese Leistungsgesellschaft immer mehr Menschen, die dem Druck nicht mehr gewachsen sind und aus dem System fallen“.

D.h. das Ziel des Projekts bleibt bestehen, nach einem anderen Weg wird gesucht, wobei die Erfahrungen, die man in den fast eineinhalb Jahren sammeln konnte, eine gute Grundlage für neue Ideen bilden.