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BeschäftigungSeit gut zwei Jahren gibt es das Beschäftigungsprojekt der Social Sense, das Praktika und AGH-Stellen an arbeitswillige Frauen vergibt, die aus unterschiedlichsten Gründen nur eingeschränkt leistungsfähig sind. Seither haben sich 161 Mädchen und Frauen für ein Praktikum beworben, 99 haben es auch absolviert. Unter ihnen finden sich Klientinnen aus sozialen Einrichtungen und Fachdiensten wie dem SkF, Schülerinnen aus Förderschulen sowie Langzeitarbeitslose, die durch die Arbeitsagentur vermittelt werden. Allen gemeinsam ist, dass sie arbeiten wollen, aber aus unterschiedlichsten Gründen einen geschützten Rahmen brauchen, indem sie sich und ihre Fähigkeiten erproben können. Der Bedarf ist da, wird sogar größer: Bereits im ersten Halbjahr 2014 arbeiteten genauso viele Praktikantinnen bei der Social Sense wie im gesamten letzten Jahr. Aus den Protokollen, die zum Abschluss des Praktikums erstellt werden, kann man ablesen, dass nahezu alle Frauen gestärkt und zuversichtlich auf weitere Arbeitssuche gehen.
„Unser Ziel ist es, den Leuten, die arbeiten wollen, eine Chance zu geben das Arbeiten wieder zu lernen, Selbstvertrauen zu gewinnen und erste Erfolgserlebnisse zu sammeln. Wir nehmen die Menschen so wie sie sind, das heißt, jeder kann bei uns so viel und so lange arbeiten, wie er kann“, berichtet Maria Hodes, Koordinatorin des Projekts. Viele der Frauen sind aufgrund von Krankheit, Unfall und anderer Schicksalsschläge aus dem Arbeitsleben „herausgefallen“. Sie trauen es sich oft gar nicht mehr zu, einer wie auch immer gearteten Arbeit gewachsen zu sein. Daher ist es wichtig, sie mit Geduld, Nachsicht und individueller Anleitung wieder an eine Aufgabe heranzuführen, um das Selbstvertrauen wieder herzustellen – eine Aufgabe, die ein normaler Betrieb nicht leisten könnte.

Das Pilotprojekt wird bisher vor allem vom erzbischöflichen Ordinariat der Diözese München-Freising und über Spenden finanziert. Eine Weiterfinanzierung wäre wünschenswert.